Erfordernis von Brandschutznachweis und Brandschutzkonzept

Pflicht der Nachweiserstellung

Seit Novellierung der Bauordnung im Jahr 2007 müssen Planer im Zusammenhang mit der Genehmigung eines Bauvorhabens die erforderlichen Nachweise über Standsicherheit, Schall- Wärme- und Brandschutz erbringen oder, wenn sie fachlich dazu nicht in der Lage sind, durch den Bauherren entsprechende Fachplaner beauftragen lassen. Brandschutznachweise bzw. Brandschutzkonzepte sind entsprechend auch bei Umnutzungs-, Umbau- u. Sanierungsmaßnahmen in Bestandsbauten erforderlich, sofern diese der Genehmigungspflicht unterliegen.

Wichtig und vor allem neu in diesem Zusammenhang, ist die Verpflichtung zur Erstellung des Nachweises über den vorbeugenden Brandschutz.

 

Brandschutzkonzept bei bestehenden Gebäuden

 

Obwohl bei legal existierenden Bestandsgebäuden, in denen keine unmittelbare Maßnahme geplant ist, ein Anpassungsverlangen grundsätzlich nicht gegeben ist,  kann es auch hier sinnvoll sein den Brandschutz in  Form einer gutachterlichen Stellungnahme nachzuweisen.

Nämlich wenn es darum geht, Rechtssicherheit beim Betrieb des Gebäudes zu erlangen oder Entscheidungsgrundlagen bzgl. brandschutztechnischer Sicherungsmaßnahmen zu erhalten, wenn im Objekt kleinere, genehmigungsfreie Umbaumaßnahmen geplant sind.

 

Was der Nachweis bzw. das Brandschutzkonzept beinhaltet

 

Brandschutznachweis und Brandschutzkonzept beschreiben im Eigentlichen alle ineinandergreifenden Sicherungsmaßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes.  Dieser vorbeugende Brandschutz wird aus drei, interagierenden Teilbereichen gebildet. Dem anlagentechnischen- baulichen Brandschutz, dem betrieblich- organisatorischen Brandschutz und dem vorbeugend- abwehrenden Brandschutz. Mehr Information zum Zusammenspiel dieser drei Teilbereiche und zu den konkreten Inhalten, erfahren sie unter dem Punkt "Ganzheitlicher Brandschutz".